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Über ABACUS-Nachhilfeinstitute und das Arbeiten als Nachhilfelehrerin für sie

Warum schreibe ich über ABACUS?

Seit Mai 2006 bin ich für dieses Institut Nachhilfelehrerin. Ich gebe Nachhilfe in Englisch, Französisch, Latein und Deutsch. Am 14.05.2013 habe ich meine Tätigkeit dort gekündigt, werde aber die Schüler, die ich im Moment über Abacus betreue, so lange betreuen, wie sie es brauchen.

Ich habe kein Pädagogik-Studium absolviert – sondern alleine meine Qualifikation als fremdsprachliche Wirtschaftskorrespondentin mit sehr guten Sprachkenntnissen in Englisch und Französisch sowie die Tatsache, dass ich sieben Jahre Latein auf dem Gymnasium hatte (so genanntes „Großes Latinum&ldquo war ausschlaggebend, dass ich als Nachhilfelehrerin bei ABACUS akzeptiert wurde.

Weiterhin war noch sehr hilfreich, dass ich bereits als Nachhilfelehrerin Erfahrung hatte – ich hatte damals bereits schon bei der Schülerhilfe und auch bei der Pädagogischen Schülerförderung als Nachhilfelehrerin gearbeitet.

Als Schülerin habe ich nie selbst Nachhilfestunden in Anspruch genommen.

 

Allgemeine Informationen über die ABACUS-Nachhilfeinstitute

Kontakt:
ABACUS Nachhilfeinstitut Franchise GmbH
Dachauer Straße 6
82256 Fürstenfeldbruck

Kostenlose Telefonnummer, unter der man Informationen über „ABACUS“ bekommen kann:
0800-1224488

 

Wo findet man ein ABACUS-Institut in der Nähe, wenn man Nachhilfe braucht?

Abacus wurde 1992 gegründet. Welches Abacus-Nachhilfe-Institut in der Nähe ist, erfährt man am besten über
a) die Gelben Seiten (Branchentelefonbuch) oder
b) über die sehr gut aufgebaute Homepage von ABACUS www.abacus-nachhilfe.de (wenn man die Postleitzahl eintippt, erfährt man, welche ABACUS-Filiale in der Nähe ist) oder
c) über die oben angegebene Hotline-Telefonnummer.
Das Büro des ABACUS-Instituts in der Nähe ist nicht nur nachmittags, sondern auch vormittags besetzt.
ABACUS-Institutsleiter haben ihr Büro meistens zu Hause und Telefon- und Fax-Anschluss. Es ist möglich, eine Nachricht auf einem Anrufbeantworter zu hinterlassen. Man ruft Interessenten auf jeden Fall zurück.

 

Wie hoch sind die Kosten für die Nachhilfe bei ABACUS?

Die Kosten sind auf der Homepage nicht einsehbar. Man kann die Kosten bei dem „ABACUS“-Institut in der Nähe erfragen. 2012 lagen die Gebühren für eine Nachhilfeeinheit (2 x 45 Minuten) bei über 49 Euro - zumindest für Nachhilfeschüler im Landkreis Ludwigsburg und im Landkreis Heilbronn.

 

Was geschieht, wenn man Kontakt zu einem „ABACUS“-Institut aufgenommen hat?

Der Leiter des ABACUS-Instituts fährt zu der Schülerin/dem Schüler nach Hause. Er will sowohl die Eltern oder einen Elternteil sprechen und die Nachhilfeschülerin/den Nachhilfeschüler. Wichtig ist hier, dass nicht über das Kind gesprochen wird, sondern MIT dem Kind. Welche Probleme hat es in welchem Fach? Wodurch entstanden die Probleme? Wichtig ist: Die Schülerin/der Schüler darf auch weiterhin Hobbies haben, die Schülerin/der Schüler darf auch weiterhin Sportvereine besuchen. Aber es sollte auch die Einsicht bekommen: welche Freizeitbeschäftigung ist zuviel und hindert mich daran, in diesem oder jenem Fach eine gute Note zu bekommen? Die Schülerin/der Schüler muss erkennen, dass sie/er lernen muss – aber auch Freizeit haben darf.

Der Leiter des ABACUS-Instituts schlägt den Eltern dann eine Nachhilfelehrerin oder einen Nachhilfelehrer vor. Er nimmt Kontakt mit dieser Lehrerin oder diesem Lehrer auf, übermittelt ihr oder ihm die Telefonnummer der Nachhilfeschülerin/des Nachhilfeschülers und deren/dessen Adresse. Die Lehrerin oder der Lehrer nimmt dann Kontakt mit der Nachhilfeschülerin/dem Nachhilfeschüler auf und vereinbart einen Nachhilfetermin.

Mit ABACUS schließen die Eltern einen Nachhilfevertrag ab. Dieser Vertrag kann auch gekündigt werden. Die Kündigungsfristen sind im Vertrag festgelegt.

 

Welches sind die Vorteile des Nachhilfeunterrichts bei ABACUS?

-          Die Nachhilfeschülerin/der Nachhilfeschüler bekommt Einzelnachhilfe zu Hause in einer Umgebung, die sie/er kennt.
- Die Eltern lernen die Nachhilfelehrerin/den Nachhilfelehrer kennen, können auch mal – mit Erlaubnis der Lehrerin/des Lehrers – selbst in den Nachhilfeunterricht „hineinschnuppern“.
- Der Nachhilfeunterricht ist – wenn es einem Schüler nicht anders möglich ist und wenn die Lehrerin oder der Lehrer Zeit hat – auch mal am Wochenende oder abends möglich.
- Es gibt keine Mindestlaufzeiten für die Nachhilfe. Man kann eine ABACUS-Lehrerin oder einen ABACUS-Lehrer auch nur mal für 2 x 45 Minuten am Nachmittag anfordern, um eine Schülerin/einen Schüler auf eine Klassenarbeit oder Prüfung vorzubereiten.

-           

Welches sind die Nachteile des Nachhilfeunterrichts bei ABACUS?

- Eine Nachhilfe-Einheit (2 x 45 Minuten) kostet mehr als bei Nachhilfeinstituten wie „Schülerhilfe“, „Schüler-Nachhilfe“ und anderen, da die Lehrerin/der Lehrer nach Hause kommt und Einzelunterricht gibt.

Anmerkung: Natürlich kann man als Nachhilfelehrerin/Nachhilfelehrer verlangen, dass die Umgebung, in der man Nachhilfe erteilen soll, keine Ablenkungen bietet und die Konzentration fördert. So musste ich es schon ablehnen, einem Schüler Nachhilfe zu erteilen, der unbedingt während der Nachhilfestunden Musik hören wollte und seinen Kanarienvogel im Zimmer herumfliegen ließ.

 

Gibt es auch in den Ferien Nachhilfestunden bei ABACUS?

Ja, außer in den Sommerferien.
Allerdings sollte man sich nicht davon abhalten lassen, in den Pfingst- oder Oster- oder Weihnachtsferien einen Urlaub zu buchen. Wenn eine Schülerin/ein Schüler in den Ferien generell keinen Nachhilfeunterricht haben will, macht das nichts aus – der Familie entstehen deswegen keine zusätzlichen Kosten.

 

Was bringt Nachhilfe bei ABACUS dem Schüler und den Nachhilfelehrkräften (eigene Erfahrungen)?
Vorteile

Nachdem ich bei Ciao schon einige Berichte gelesen habe von ehemaligen Nachhilfelehrern/Dozenten für andere Nachhilfeinstitute, habe ich gemerkt: es kann nicht verkehrt sein, über seine Erfahrungen als Lehrer bei ABACUS zu schreiben.

Seit 2000 gebe ich Nachhilfe in diversen Nachhilfe-Instituten – bei ABACUS habe ich im Juni 2006 damit begonnen. Ich bin dort noch freiberuflich tätig als Nachhilfelehrerin. Ich fahre zu den Schülern nach Hause und gebe ihnen meistens 90 Minuten Nachhilfe – meine An- und Abfahrtszeiten sind hier nicht mitgerechnet. Ich muss pünktlich sein – komme ich zu spät beispielsweise infolge eines Staus -, muss ich die vereinbarte Zeit an Nachhilfe geben. Das weiß ich und es stört mich auch nicht.

Ich war und bin schon immer ein Fan von Einzelnachhilfe. Ich finde, sie bringt einer Schülerin/einem Schüler am meisten – denn sie/er kann sich besser konzentrieren und die Nachhilfelehrerin/der Nachhilfelehrer ist nur für sie/ihn da. Sie/er kann Fragen stellen und bekommt die Antworten, die für sie/ihn richtig sind, um den geforderten Schulstoff zu verstehen. Die Schüler bekommen Nachhilfe in ihrem Zuhause – in einer ihnen vertrauten Umgebung.

Besonders angenehm empfinde ich dabei, dass nur die Schülerin/der Schüler und ich – und eventuell ein Elternteil anwesend sind – und nicht noch andere Schüler, die Lärm machen und stören, wie es in anderen Nachhilfeinstituten oft der Fall ist, bei denen die Schüler Gruppenunterricht bekommen.

Die Zeit, während der ein Nachhilfeunterricht erteilt wird, gehört also vollkommen einer Nachhilfeschülerin/einem Nachhilfeschüler allein – und sie/er muss sie nicht mit anderen Schülern teilen.

So gelang es mir schon, dass sich Schüler – dank der Einzelnachhilfe, veranlasst durch ABACUS – bis zu zwei Noten verbesserten – beispielsweise in Latein. Das freut mich natürlich, motiviert mich natürlich.

Andere Schüler brauchen Vorbereitung auf eine Klassenarbeit - zu ihnen komme ich einmal und übe mit ihnen. Es gab auch schon Schüler, die ansonsten in diversen Fächern ganz gute Noten schrieben – auf einmal schrieben sie eine schlechte Note, und verloren für einen Moment ihr Selbstvertrauen. Zu ihnen kam ich einige Male, und wir übten – und die nächste Klassenarbeit klappte dann wieder ganz gut, und diese Schüler brauchten dann keine Nachhilfe mehr.

Das sind Erfolgsmomente, die man als Nachhilfelehrerin hat.

Natürlich sollen die Schüler nicht denken, dass sie – außer in den Nachhilfestunden – nicht mehr zu lernen brauchen. Je eher sie damit anfangen, wenn sie aus der Schule kommen, den Unterrichtsstoff nachzuarbeiten, ihre Vokabeln zu lernen und die Grammatik, desto eher werden sie wieder Anschluss finden an den Unterrichtsstoff – und ihre Noten werden sich verbessern.

Die Eltern haben natürlich immer wieder die Möglichkeit, dabei zu sein, wenn ich Nachhilfe gebe – und die Eltern finden das gut, haben sie dann doch ein bisschen Kontrolle und wissen dann auch eher, wofür sie eigentlich so viel Geld bezahlen.

 

Nachteile

Viel Geld ist es schon – pro Doppelstunde circa 49 Euro, was Eltern für ihre Kinder für die Nachhilfe bei Abacus bezahlen müssen.

Ich bekomme längst nicht so viel bezahlt (seit Sommer 2012 habe ich mich sogar verschlechtert - was mich jetzt, 2013, zur Kündigung veranlasst hat) – und habe noch die Fahrtkosten zu tragen. Für eine Doppelstunde bekomme ich im Moment 21 Euro - egal, wie weit ich fahre. An den restlichen 28 Euro bereichert sich ein Büro in Stuttgart. Das ist Ausbeutung von Nachhilfelehrern.

Zum Leben reichen also die Einkünfte aus Nachhilfe nicht – ich bin froh, dass mein Mann einen festen Job hat. Zumal auch durch die Wirtschaftskrise nicht mehr so viele Eltern ihren Kindern Nachhilfestunden bezahlen wie noch vor einigen Jahren.

Wenn ich vergeblich zu einem Nachhilfeschüler komme, weil mir nicht abgesagt wurde, bekomme ich meine Doppelstunde (90 Minuten) mit 21 Euro bezahlt. Allerdings muss ich meinem Geld "hinterherlaufen" - das heißt: die Abrechnung genau prüfen - und bei Abacus monieren, wenn das Geld nicht auf meinem Konto gelandet ist.

Das ist schade und einer der Gründe, warum ich nicht weiter fahren will als 10 Kilometer einfach. Benzin ist teuer - ich bekomme es nicht geschenkt.

Bei der Schüler-Nachhilfe bekommt man immerhin 10 Euro, wenn man zur Nachhilfestunde kommt - und der Schüler nicht.

Weiterhin kümmere ich mich selbst um meine Unterrichtsmaterialien. Das jedoch war finanziell für mich nicht mehr aufwändig, da ich durch meine vorherigen Nachhilfetätigkeiten bereits einen Grundstock an Schulbüchern für die Fächer erworben hatte, für die ich Nachhilfe gebe.

 

Fazit:

Wer ein Kind hat, das Nachhilfe braucht, sollte sich überlegen, ob eine Einzelnachhilfe über ein ABACUS-Institut in Frage käme. Wie gesagt, ich bin ein Fan von Einzelnachhilfe und kann das nur empfehlen, weil das - meiner Ansicht und Erfahrung nach - am meisten bringt.

Wer Lehrer dort sein will, der muss schauen, dass er keine Verluste macht. Aber ich sage generell: um Nachhilfe zu erteilen, muss man viel Motivation, Eigeninitiative und eine gewisse Hingebung mitbringen, den Schülern helfen zu wollen, und Freude an der Sache haben – seinen Lebensunterhalt kann man damit nicht verdienen.


Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten!

Update vom 14.05.2013

Seit September 2012 ist für mich eine andere ABACUS-Zentrale zuständig - nämlich eine in Stuttgart. Vorher war ein Herr aus dem Landkreis Heilbronn zuständig, der sich allerdings in den Ruhestand verabschiedet hat.

Im Moment bekomme ich als Nachhilfelehrerin 21 Euro für 90 Minuten Nachhilfe, bekomme aber keinerlei Auslagen für Benzinkosten oder sonstige Kosten. Nachhilfeschüler, die weiter weg als 10 Kilometer von meinem Wohnort wohnen, muss ich also wegen der hohen Benzinkosten ablehnen (vorher lag mein "Radius" bei 15 Kilometern, aber das rentiert sich für mich nicht mehr). Ansonsten würde ich Schwierigkeiten mit unserem Finanzamt bekommen, das meine Nachhilfetätigkeit als "Liebhaberei" abstufen könnte.

Für Schüler, die von meinem Wohnort weiter entfernt sind als 15 Kilometer, bekam ich von dem Herrn im Landkreis Heilbronn 27 Euro pro Unterrichtseinheit bezahlt. Das ist aber nicht mehr der Fall. Ich habe mit der neuen Abacus-Besetzung schon darüber gesprochen – sie aber zeigen sich uneinsichtig und wollen ihre Lehrer nicht angemessen bezahlen.

Ich empfehle allen ABACUS-Nachhilfelehrern, die nur 20 oder 21 Euro für die Nachhilfeeinheit (90 Minuten) bekommen, Schüler, die weiter als 10 Kilometer von ihrem Wohnort entfernt sind, abzulehnen oder zu kündigen - da sich das sonst, aufgrund der hohen Benzinkosten, nicht rechnet und Schwierigkeiten mit den Finanzämtern deswegen vorprogrammiert sind.

Aus diesen Gründen ziehe ich zwei Bewertungssterne ab und bewerte das Arbeiten bei ABACUS jetzt mit 3 Sternen. Aus meiner finanziellen Verschlechterung bei Abacus seit September 2012 habe ich die Konsequenzen gezogen und werde bei ABACUS aufhören. Die Nachhilfeschüler, die ich momentan noch über ABACUS betreue, werde ich solange betreuen, wie sie es brauchen.

P.S: Diesen Bericht habe ich auch schon bei Ciao.de veröffentlicht. 

 

 

15.5.13 20:54

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Lars Rabeler / Website (4.7.16 12:26)
Hallo sydneysider47!

Vorab: Ich betreibe selber ein ABACUS-Nachhilfeinstitut in Teilen von Niedersachsen.

Ich bin auf Ihren ausführlichen Bericht gestoßen und möchte hierzu folgendes ergänzen: Es handelt sich bei ABACUS um ein Franchise-System, innerhalb dessen der einzelne Institutsleiter als eigenständiger Unternehmer agiert. Dementsprechend lassen sich Ihre Erfahrungen nicht auf alle ABACUS-Institute übertragen. Mir ist es für das ABACUS Nachhilfeinstitut Lars Rabeler zum Beispiel sehr wichtig, dass Honorare sehr zeitnah angewiesen werden.

Aus meiner Sicht macht es für alle potentiellen Nachhilfelehrer Sinn, sich telefonisch beim Institut vor Ort zu informieren, um sich ein eigenes Bild zu machen.

Gruß
Lars Rabeler
(www.rabeler.abacus-nachhilfe.de)

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